Glaube & Leben

Gedanken zur Jahreslosung

Gedanken zur Jahreslosung 2017

Das neue Jahr liegt vor einem wie ein neues Heft, so unberührt und sauber und wartet darauf mit sinnigen, sinnvollen und schönen, richtigen Dingen gefüllt zu werden.
Immer wieder habe ich dieses Ritual des unbeschriebenen Blattes, des neuen Heftes gepflegt, von Hoffnung getragen, dass es diesmal besser wird und von dem Willen, sich selbst zu ändern.
Das allein wäre schon hilfreich, auch wenn es uns nicht vor Fehlern bewahrt.
Auch im Lebensheft des Jahres 2017 wird es angestrichene Fehler geben, Kommentare und Vorschläge wie es besser gehen könnte, in diesem Jahr werden wir nicht frei sein von Schuld, aber wir können dem Wort Gottes trauen für das neue Jahr 2017:
Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Hesekiel 36,26 (E)

Das hoffe ich, das wünsche ich mir und ihnen, dass wir uns in all unserem Handeln und Denken von Gottes Geist leiten lassen. Nicht flüchten in eigene Welten, sondern innehalten und  umkehren. Nicht nur liken und dis-liken – Daumen hoch oder runter. Dass wir uns nicht einfach zuschütten lassen mit Arbeit und Aktion, sodass man nur noch reagieren kann, weil kein Raum , und keine Zeit mehr  bleibt. sondern nachdenken… und…
mit Sinn und Verstand unseren Alltag in dieser Welt gestalten, und mit Gelassenheit und Hoffnung und Gottes Segen durch das Jahr 2017 gehen:

Afrikanischer Segen

Lass mich langsamer gehen, Gott.
Entlaste das eilige Schlagen meines Herzens
 durch das Stillwerden meiner Seele.
Lass meine hastigen Schritte stetiger werden
mit dem Blick auf die Weite der Ewigkeit.
Gib mir inmitten der Verwirrung des Tages
die Ruhe der ewigen Berge.
Lehre mich die Kunst des freien Augenblicks.
Lass mich langsamer gehen, um eine Blume zu sehen,
ein paar Worte mit einem Freund zu wechseln,
einen Hund zu streicheln, ein paar Zeilen in einem Buch zu lesen.

Lass mich langsamer gehen, Gott,
und gib mir den Wunsch,
meine Wurzeln tief in den ewigen Grund zu senken,
damit ich emporwachse zu meiner wahren Bestimmung.

Gottes Segen

Martina Schwarz-Wohlleben, Pfarrerin