Stadtkirche St. Moriz

Adresse:

Stadtkirche St. Moriz
Kirchhof 3
96450 Coburg

Die im Besitz der Stadt Coburg befindliche Morizkirche ist Hauptkirche der evangelischen Innenstadtgemeinde St. Moriz. Stadtgeschichte, Kirchengeschichte und Gemeindeleben spiegeln sich in ihr wider.

 

Die Baugeschichte der bestehenden Morizkirche geht auf das 14. Jahrhundert zurück. (Ältester Teil ist der 1330 abgeschlossene Ostchor). Schon seit dem 12. Jahrhundert stand dort ein Vorgängerbau der Morizkirche inmitten eines geistlichen Bezirkes, umgeben von Friedhof und Propsteigebäuden. Das Westportal mit den beiden Türmen wurde im 15. Jahrhundert abgetragen und in der heutigen markanten Gestalt der beiden ungleichen Türme wieder errichtet. Der spätgotische Hallenbau wurde Mitte des 18. Jahrhundert im Inneren barockisiert.       


Im Chor – über der Grablege von Mitgliedern der herzoglichen Familie – befindet sich das Alabaster-Epitaph des Herzogs Johann Friedrich des Mittleren, ein Werk des Bildhauers Nikolaus Bergner aus Pößneck (1598).       


  
 
Die Schuke-Orgel (mit historischem Prospekt 1740) wurde 1989 restauriert. Die Reformation wurde im Coburger Land sehr früh schon 1518 mit dem ersten lutherischen Prediger Balthasar Düring eingeführt.
Berühmtester Prediger der Morizkirche ist Martin Luther selbst, der 1530 annähernd ein halbes Jahr auf der Coburger Veste wohnte und in  der Osterwoche 1530 mehrere Predigten hielt.    

Die Kirchengemeinde St. Moriz ist – neben der Kirchengemeinde Heilig Kreuz - mit ihren annähernd 3.500 Gemeindegliedern für die Seelsorgeaufgaben im Innenstadtbereich Coburgs zuständig. In ihren Aufgabenbereich gehören die Salvatorkirche, die Schlosskapelle und die Lutherkapelle auf der Veste.